Materialien und Komponenten

Das Fraunhofer-Zentrum Bautechnik untersucht Materialien und Produkte aus anderen Einsatzbereichen auf die Verwendbarkeit in der Gebäudehülle. Hierzu werden die am Bau relevanten Eigenschaften des Materials/Produktes bestimmt. Aus den Ergebnissen lässt sich das Potential für verschiedene Bauanwendungen ableiten. Ein weiterer Forschungsbereich besteht darauf aufbauend in der Weiterentwicklung oder Optimierung des Produktes für die Erschließung des Bausektors. Um Prognosen über das wärme- und feuchtetechnische Verhalten für Fachplaner/Architekten zu vereinfachen ist die Aufnahme der Material-/Produkteigenschaften in die WUFI® Datenbank möglich.

Textilien werden im Baubereich schon vielfältig eingesetzt. In Gebäuden typisch ist der meist dekorative Einsatz als Teppich, Textiltapete oder Vorhang. Bauphysikalische Eigenschaften werden gezielt genutzt, wenn Textilien als Sonnenschutzlamelle oder Fasern in Form von Faserdämmstoffen zum Wärme- und/oder Schallschutz verwendet werden. Bei der Anwendung als Armierungslage zwischen Putzschicht und Wärmedämmung sowie bei textilbewährtem Beton sind hingegen die mechanischen Eigenschaften gefragt. Als Stilmittel moderner Architektur werden Membranen auch sichtbar z.B. als vorgesetzte Fassade in der Gebäudehülle oder als Überdachung verwendet. Auf der Ebene des Städtebaus werden Textilien zur großflächigen Verschattung und damit zur sommerlichen Kühlung ganzer Stadtteile erprobt. Das Fraunhofer-Zentrum Bautechnik sieht das Potential von Hochleistungstextilien damit noch lange nicht erschöpft und rechnet mit vielfältigen neuen Anwendungen im Hochbau. Aus diesem Grund ist das FZB Mitglied in der Fraunhofer Allianz Textil, wo es als Schnittstelle zwischen den Bedürfnissen der Baubranche und den Kompetenzen der Textilforschung fungiert.